DigiJUMPP@ILW SOLDERING – die letzte von fünf Disziplinen des Wettkampftages ist aufgerufen. Die fünf Teilnehmer nehmen ihre Werkplätze ein. Ihre Aufgabe: Bestücken und Löten einer Streifenrasterplatine. Die folgenden 90 Minuten widmen sich die jungen Auszubildenden hochkonzentriert dieser Herausforderung. Nach erledigtem Auftrag werden sie die Platine an einen Schaltschrank anschließen, und Leuchtdioden zeigen unbestechlich an, ob sie korrekt gearbeitet haben.
Muhammad Abbas Khan (ADM, Mainz), Peter Seyin Güler und Bendedikt Reiß (beide BASF SE, Ludwigshafen) sowie Marcel Kaput (Freudenberg, Weinheim) und Joschua Rockenfeller (Eura Mobil, Sprendlingen) waren die Kontrahenten dieses ersten Berufswettbewerbs, den das ILW Mainz in der Region zusammen mit WorldSkills Germany e.V. ausgerichtet hat. Mit dabei jeweils ein Ausbilder ihres Betriebs, der als Experte den Wettbewerb begleitet und als Jurymitglied das fachliches Können der Teilnehmer - ihre „skills“ – in den Berufsfeldern Elektrotechnik und Mechatronik bewertet hat.
„Wir haben die insgesamt fünf Aufgabenpakete selbst entwickelt. Sie basierten auf dem Konzept ‚Lernen im Wettbewerb‘ und orientierten sich am Niveau der Abschlussprüfung Teil 1, so dass die Teilnehmer an Bekanntes anknüpfen konnten und zugleich gefordert waren, das Gelernte weiterzuentwickeln“, erklärt Daniel Kitz, Teamleiter Elektrotechnik/Mechatronik beim ILW Mainz. Zusammen mit seinem Mitarbeiter Kai Senner, Lernprozessbegleiter Elektrotechnik, hat er den Fachkräfte-Wettstreit für das ILW Mainz vorbereitet und durchgeführt. Das gesamte Team hat in die Entwicklung investiert. Artur Schneider, Ausbilder Elektrotechnik, ergänzte aktiv das Experten-Team im Wettkampf.
„Ich bin sicher, dass alle Teilnehmer vom fairen Wettkampf und der Vorbereitung profitiert haben“, sagt Daniel Kitz, „getreu dem eingebrachten BASF-Motto ‚#WerLerntGewinnt‘. Aber auch die teilnehmenden Betriebe erkennen das Potenzial beruflicher Wettbewerbe: Kompetenzen ihrer Fachkräfte werden weiterentwickelt, neue Erfahrungen in die Unternehmen mitgenommen und Netzwerke geknüpft.“
Damit neben allem Ernst des Wettkampfes auch der Spaß zu seinem Recht kam, gab es in den Erholungsphasen und zwischen den Pausen noch ein Kräftemessen der besonderen Art: Herr von Vultejus integrierte und moderierte kleine Energyzer-Sequenzen hinein, wie z.B. ein Schätzquiz oder Sudoku. Am Ende sollten die Teilnehmer aus Marshmallows und Spaghetti einen möglichst hohen Turm bauen, was angesichts der speziellen Materialien dem einen gut und dem anderen nicht so gut gelang.

Ein unvergessliches Erlebnis dürfte die abschließende Siegerehrung im ILW Mainz gewesen sein: Benedikt Reiß (1. Platz, BASF SE), Peter Seyin Güler (2. Platz, BASF SE) und Muhammad Abbas Khan (3. Platz, ADM Mainz) empfingen Medaille und Urkunde aus keinen geringeren Händen als aus denen der Wirtschaftsministerin Daniela Schmidt und des Mainzer Oberbürgermeisters Nino Haase. Damit nicht genug, ehrte das Mainzer Autohaus Karl + Co den Sieger mit einem Gutschein über die Wochenendnutzung eines BMW X3 inklusive Freikilometer. Alle Teilnehmer erhielten zudem einen hochwertigen Schlüsselanhänger. Und auch das ILW Mainz dankte den Wettkämpfern sowie deren Experten mit einem Präsent, einem Werkzeug-Adventskalender „Stahl statt Schokolade“.
Erstplatzierter Benedikt Reiß stand die Freude über seinen Sieg ins Gesicht geschrieben: „Es war schon stressig und aufregend, unter Zeitdruck und den Augen so vieler Beobachter den richtigen Weg zwischen Perfektion und Funktion zu finden“, erinnert sich der angehende Industrie-Mechatroniker. Die Wettkampfsituation kannte er bereits von Handballturnieren, und so hat er sofort zugesagt, als sein Teamleiter bei BASF ihm die Teilnahme am RegioCup@ILW antrug.
„Wir sind sehr stolz auf den erfolgreichen Ablauf und haben auch durchgehend ein tolles Feedback bekommen“, freut sich Kai Senner. „Die Teilnehmer waren mit Leidenschaft und Engagement dabei und auch ihre Betriebe sehen das Konzept ‚Lernen im Wettbewerb‘ durchweg positiv.“
Dieser erste RegioCup@ILW in Mainz soll auch dazu beitragen, die positiven Effekte der WorldSkills-Berufswettbewerbe in die Industrie der Region zu tragen. Als zertifiziertes Leistungszentrum von WorldSkills Germany e.V. hat sich das ILW Mainz genau dies auf die Fahnen geschrieben – Wir qualifizieren Menschen.