Auszubildende „eröffneten“ diesjährige Generalversammlung des ILW Mainz

Am 28. Februar hielten die 22 Mitgliedsunternehmen des ILW Mainz ihre Generalversammlung ab – die 99. ihrer Geschichte. Das Geschäftsjahr der genossenschaftlich verfassten überbetrieblichen Aus- und Weiterbildungseinrichtung endet traditionell am 31. August eines Jahres, und die Versammlung muss dann innerhalb des darauffolgenden halben Jahres stattfinden. Ende Februar ging es dementsprechend um das Geschäftsjahr 2024/2025.   

 

Ungewöhnlich gestaltete sich in diesem Jahr der Auftakt der Generalversammlung: „Wir haben ganz bewusst mit den Menschen begonnen, die seit fast 100 Jahren unser Kerngeschäftsfeld ausmachen: Junge Männer und Frauen, die wir in vielfältigen industriellen Berufen ausbilden“, berichtet Manuel von Vultejus, Vorstandsvorsitzender des ILW Mainz. Zunächst wurden die drei Sieger des ILW Cups 2026 geehrt. Der vorangegangene Wettbewerb war Teil von AzubiPlus, einem Programm zur Stärkung der Ausbildungsreife junger Menschen „made by ILW Mainz“.  

 

Christjan Knudsen (Boehringer Ingelheim), Aufsichtsratsvorsitzender des ILW Mainz, ließ es sich nicht nehmen, den begehrten Pokal persönlich zu überreichen. Er ging an das Siegerteam aus zwei Auszubildenen der Mainzer Netze und einen Auszubildenden der Kraftwerke Mainz-Wiesbaden AG. Sie konnten bei der Preisverleihung stolz ihren Teamnamen „The Gambler“ auf dem Pokal eingraviert sehen.  

Anschließend präsentierten Teammitglieder zweier Azubi-Projekte ihre Ergebnisse: Das WLED-Projekt richtete sich an junge Menschen ganz zu Beginn ihrer Ausbildung und ermöglichte ihnen erste Erfahrungen selbständigen Arbeitens. Dabei kooperierten Auszubildende der Elektrotechnik mit denen der Metalltechnik. Gemeinsam konzipierten, planten und bauten sie eine LED-Lampe. 

 

Das Arcade-Projekt hatte sich vorgenommen, den gleichnamigen Spielekonsolen-Klassiker nachzubauen. 20 angehende Elektrotechniker und -technikerinnen für Automatisierungstechnik (EAT) hatten unter strikten Vorgaben wie low budget, der Verwendung vorhandener Materialien und eines Rasperry Pi Einplatinencomputers beachtenswerte Ergebnisse produziert, die einige von ihnen dann im August 2025 auf der BerufsInfoMesse Rheinhessen in der Rheingoldhalle in Mainz präsentieren durften.   

 

Diesem jugendlichen und schwungvollen Einstieg folgte der satzungsmäßige Teil der Generalversammlung. Vorstand und Aufsichtsrat informierten über den Geschäftsverlauf 2024/2025 und konnten durchweg erfreuliche Ergebnisse präsentieren: „Wir haben bei den Ausbildungswochen nochmals unser sehr gutes Vorjahresergebnis getoppt, und die Ausbildungserträge haben dementsprechend um über 10 % zugelegt. Das hat zu einem sehr erfreulichen Jahresüberschuss von mehr als 100.000 EUR geführt“, berichtet Manuel von Vultejus. „Auch das laufende Geschäftsjahr entwickelt sich sehr gut. Ein drittes Jahr in Folge verzeichnen wir einen Anstieg der Ausbildungswochen auf nunmehr voraussichtlich rd. 6.800. Und auch den Umsatz erwarten wir auf dem hohen Niveau des Vorjahres.“  

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Auszubildende „eröffneten“ diesjährige Generalversammlung des ILW Mainz
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