Seit ihrer Gründung 1928 versteht sich die ILW für Unternehmen aus der Region Rheinhessen und Rhein-Main als zentrale, überbetriebliche Ausbildungsstätte für Metall- und Elektoberufe.
Stets haben wir uns – immer wieder erfolgreich – auf die neuen Anforderungen unserer Kunden aus der Wirtschaft ausgerichtet. Gerne auch für Sie!
03. März 2009
Schott bekämpft Fachkräftemangel mit Weiterbildung der Kurzarbeiter
03.03.2009 05:00 Uhr - MAINZ
Von Erich Michael Lang Allgemeine Zeitung Mainz
Inmitten schwieriger wirtschaftlicher Zeiten könne sich zwar auch die Schott AG nicht der „höheren Gewalt“ entziehen, meint Schott-Vorstandsvorsitzender, Professor Udo Ungeheuer; dafür aber bestehe sehr wohl ein Handlungsspielraum, um unternehmerische Zukunftsperspektiven zu entwickeln.

Dazu zählt bei Schott die Qualifizierung und Weiterbildung von Beschäftigten, die derzeit von Kurzarbeit betroffen sind. Schott ist das erste Großunternehmen in Rheinland-Pfalz, das die Fördermöglichkeiten durch die Bundesagentur für Arbeit im Zusammenhang mit dem Konjunkturpaket II in Anspruch nimmt.
Kurzarbeit sei immer ein unerfreuliches Thema. Das Signal für die rund 150 Kurzarbeiter bei Schott ist aber nicht, hob Ungeheuer hervor, jemanden „langsam aber sicher aus dem Unternehmen“ zu drängen, sondern vielmehr die Beschäftigung durch Qualifizierung und Weiterbildung zu sichern. Am Montag haben 15 Schott-Mitarbeiter in der Industrie- und Lernwerkstatt (ILW) ihre viereinhalbmonatige, zertifizierte Weiterbildung zur Fachkraft Automatisierte Fertigung aufgenommen.
„Freude, frischer Mut und Stolz“, mit diesen Gefühlen trat am Montag bei der ILW Otto-Werner Schaade, Regionaldirektor der Arbeitsagentur Rheinland-Pfalz und Saarland, zur Pressekonferenz an. „Schott beweist mit diesem Engagement Verantwortung gegenüber der Belegschaft sowie unternehmerischen Weitblick und übt eine Signalwirkung für die gesamte Wirtschaft aus“, so Schaade.
Die größte Herausforderung in der Zukunft sei für die Betriebe der Fachkräftemangel. Klug sei es deshalb, die Stammbelegschaft auch in der Krise zu halten und Kurzarbeit zur Weiterbildung zu nutzen. Der Mainzer Agenturchef Peter Weißler ergänzte, dass die Vernunft der Unternehmen in der Krise bei deren Bewältigung eine große Rolle spiele. 160 Unternehmen haben in Rheinhessen Kurzarbeit angemeldet, betroffen davon sind 3750 Beschäftigte.
Hans-Peter Langer, Vorstandsvorsitzender der gemeinnützigen ILW, verwies auf die 80-jährige Erfahrung der Einrichtung in der Aus- und Weiterbildung. „Wir sind geradezu prädestiniert auch für diese Maßnahme“. An der Straße An der Brunnenstube laufen derzeit für insgesamt 356 Auszubildende und Arbeitnehmer Aus- und Fortbildungskurse vornehmlich im technischen Bereich. Langer verwies darauf, dass das Modell, gerade Kurzarbeit zur Qualifizierung zu nutzen, ein wesentlicher Beitrag sei, um die wirtschaftliche Krise zu überstehen und gestärkt daraus hervorgehen zu können.

„Es sind zum einen natürlich die Betriebe, die von den höher qualifizierten Mitarbeitern profitieren. Aber auch für den Arbeitnehmer selbst ist es wichtig, weil er so auf dem Arbeitsmarkt auch für viele andere Unternehmen interessanter wird“, so Langer. Es gebe einen klaren Zusammenhang zwischen Qualifikation und sinkendem Risiko, arbeitslos zu werden.
25. Februar 2009
Zertifizierter Bildungsträger
Die wachsenden Kundenforderungen führten in den letzten Jahren zu einer verstärkten Qualitätsdiskussion in der Bildung. Die Verfahren und Anforderungen dazu wurden seit 01.07.2004 durch die Anerkennungs- und Zulassungsverordnung - Weiterbildung (AZWV) geregelt. Bildungsträger und Maßnahmen müssen nach AZWV zertifiziert sein. C.O.C.P. verfügt über eine solche Zulassung als "Fachkundige Stelle" und ist somit befugt, sowohl Weiterbildungsträger als auch deren Maßnahmen anzuerkennen. Ausdrückliche Voraussetzung für die Trägeranerkennung ist der Nachweis eines wirksamen Qualitätsmanagement-Systems.
Die ILW hat sich diesen Anforderungen gestellt und wurde erfolgreich als Bildungsträger mit den entsprechenden Bildungsmaßnahmen durch C.O.C.P. zertifiziert. Durch die langjährige und erfolgreiche Tätigkeit in diesem Bildungsbereich konnten die Anforderungen der AZWV problemlos umgesetzt werden. Nicht erst seit Erlass dieser Verordnung steht bei der ILW die Qualität der Ausbildung an oberster Stelle. Nur so war es möglich, als führender Bildungsträger mit technischen Bildungsgängen seit 80 Jahren zu bestehen. Auf dieser Basis kann die ILW seit Jahren die erfolgreiche Integration der Teilnehmer an den Bildungsmaßnahmen in den ersten Arbeitsmarkt sicherstellen. Auch in Zukunft werden durch die ILW weiterhin alle Anstrengungen unternommen, um den bestehenden und zukünftigen Qualitätsansprüchen im Bildungsbereich gerecht zu werden. All dies wurde duch die Zertifizierung nach AZWV aussagekräftig unter Beweis gestellt.
Folgende Punkte wurden überprüft:
Trägerzertifizierung
- Finanzielle und fachliche Leistungsfähigkeit (incl. geeigneter Ausbildungsbedingungen)
- Fähigkeit zur Unterstützung der Eingliederung von Teilnehmerinnen und Teilnehmern in den ersten Arbeitsmarkt
- Geeignete Aus- und Fortbildung sowie Berufserfahrung der Dozenten
- Anwendung eines Systems zur Sicherung der Qualität
Maßnahmezertifizierung
- Geeignete Lehrgangsstruktur für das Bildungsziel und die Zielgruppe
- Gewährleistung der Umsetzung der Lernziele
- Angemessene Teilnahmebedingungen
- Hinwirken auf einen möglichst erfolgreichen Abschluss der Teilnehmerinnen und Teilnehmer
- Ausstellung der entsprechenden Zertifikate
- Kostensätze die den Grundsätzen der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit entsprechen
- Integration von praktischen Lernphasen im erforderlichen Umfang
Die von der ILW angebotenen Maßnahmen können durch die Agentur für Arbeit gefördert werden.
- ILW Zertifikatsnummer:AT-09010

28. Juli 2008
80 Jahre ILW: Tag der offenen Tür
Mit einem Tag der offenen Tür feiert die ILW am 22. August ihr 80-jähriges Jubiläum. Der historische Tag beginnt um 10 Uhr mit einem Festakt. Hendrik Hering, der rheinland-pfälzische Minister für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau, hält die Festansprache. Ab 12 bis voraussichtlich 15.30 Uhr ist wirklich Tag der offenen Tür. Im 30-Minuten-Rhythmus laden Info-Touren ein, die größte überbetriebliche Ausbildungsstätte in Rheinland-Pfalz für Metall und Elektroberufe kennen zu lernen. Auf einem "Markt der Möglichkeiten" werden aktuelle ILW-Ausbildungsprojekte präsentiert. Die Berufsgenossenschaft Metall Nord Süd informiert über das (lebens)wichtige Thema "Sicherheit und Gesundheit". Garniert wird die Info-Show durch Akrobatik-Einlagen des Kunstkraftsportvereins Mainz-Finthen.Insbesondere Unternehmen, die einen profilierten Ausbildungspartner im Metallund
Elektrobereich suchen, sollten einen Blick hinter die ILW-Kulissen werfen.

